... mit kulinarischen Höhepunkten für Groß und Klein
Ein neuer Morgen erwacht im Familiamus.
Die Sonnenstrahlen klettern langsam über die Berge von Meransen und streichen sanft über die Wiesen, als wollten sie jedes einzelne Grashalmkind persönlich begrüßen. Im Garten glitzern noch kleine Tautropfen wie verstreute Sternchen und irgendwo in der Ferne hört man schon ein fröhliches Kinderlachen.
Auch die kleine Lotti ist heute früh wach. Mit ihrer Kuscheldecke sitzt sie am Fenster ihres Familienzimmers und beobachtet die Tiere draußen. Die Häschen hoppeln neugierig durch ihr Gehege, als würden sie ein geheimes Morgenrennen veranstalten. „Mama“, flüstert Lotti leise, „die sind schon süß … aber auch ein bisschen gruselig.“ Mama lächelt nur sanft und streicht ihr über die Haare. „Vielleicht brauchen sie einfach ein bisschen Zeit, damit ihr euch kennenlernen könnt.“
Und genau so beginnt Lottis Reise zum Mut. Am Vormittag tanzt sie gemeinsam mit den anderen Kindern in der Lobby. Die Musik erfüllt den Raum, Magolix wirbelt mit seinem glitzernden Umhang durch die Menge und die Betreuer:
„Mutige Abenteuer beginnen oft mit einem kleinen Schritt!“
Die Kinder lachen, drehen sich im Kreis und springen voller Begeisterung durch den Raum. Und obwohl Lotti zuerst noch schüchtern am Rand steht, beginnt sie langsam mitzutanzen. Erst vorsichtig. Dann mutiger. Schließlich dreht sie sich so fröhlich im Kreis, dass ihre Zöpfe durch die Luft fliegen. Nach dem Tanz geht die Gruppe zu den Häschen. Lotti bleibt zuerst lieber ein paar Schritte zurück. Die kleinen Flauschbällchen sehen zwar weich aus, aber ihre schnellen Bewegungen machen sie nervös. Was, wenn sie plötzlich aufspringen? Oder direkt zu ihr kommen?
Doch an diesem Nachmittag passiert etwas Besonderes. Gemeinsam mit dem Kids Club machen die Kinder einen kleinen Spaziergang in den Wald hinter dem Familiamus. Dort riecht die Luft nach Moos und Abenteuer Die Bäume rauschen leise im Wind und Sonnenstrahlen tanzen zwischen den Ästen hindurch, als würden sie kleine Lichtwege durch den Wald malen. Die Betreuer erzählen von der Natur, von den Tieren und davon, wie alles miteinander verbunden ist.
„Die Natur spricht mit uns“, erklärt Nora achtsam. „Und Tiere spüren ganz genau, wie wir uns fühlen.“ Lotti hört ganz aufmerksam zu.
Vielleicht, denkt sie, merken Tiere ja wirklich, ob man freundlich ist. Am nächsten Morgen geht sie wieder zu den Häschen. Diesmal ganz alleine.
Sie setzt sich ruhig ins Gras und beobachtet sie einfach nur. Ganz achtsam. Ganz still. Und dann passiert es. Das kleine Häschen Lucky hoppelt direkt auf sie zu.
Lottis Herz klopft schneller. Doch diesmal läuft sie nicht weg. Stattdessen bleibt sie ruhig sitzen. Lucky schnuppert vorsichtig an ihrer Hand, kuschelt sich an ihr Bein und lässt sich sogar streicheln. „Hallo Lucky“, flüstert Lotti glücklich. Für einen Moment scheint die Welt ganz still zu werden.
Als Lucky schließlich wieder zu seinen Freunden zurückhoppeln möchte, hebt Lotti ihn vorsichtig hoch und setzt ihn behutsam zurück ins Gras. Mit einem strahlenden Lächeln verlässt sie die Hasenfütterung. Und weil ihr Herz plötzlich so voller Mut und Begeisterung ist, wagt sie sich am Nachmittag sogar zu den Lamas.
Doch als sie vor ihnen steht, wirkt ihr langer Hals plötzlich doch ziemlich groß. „Vielleicht morgen“, murmelt sie und macht lieber wieder einen Schritt zurück.
Vom Trampolin aus kann Lotti später den kleinen Reitstall sehen. Dort entdeckt sie ein Pony auf der Koppel. Ein kleines Pony mit wuscheliger Mähne und neugierigen Augen. Pon Pon.
Bei einer Wanderung mit Mama und Papa kommt die Familie am Abend noch einmal an der Weide vorbei. Pon Pon springt fröhlich über das Gras und bewegt sich so leicht und frei, als würde sie tanzen. Lotti bleibt stehen. „Wenn ich ein Pony wäre“, denkt sie, „dann wäre ich bestimmt so wie Pon Pon.“
Klein.
Mutig.
Und voller Freude.
Langsam geht sie näher an den Zaun heran. Mit achtsamen Schritten streckt sie vorsichtig ihre Hand aus. Pon Pon beachtet sie zuerst gar nicht. Doch Lotti bleibt geduldig. Ihre Begeisterung wird immer größer und irgendwann hebt Pon Pon neugierig den Kopf und trottet langsam zum Zaun. Lottis Herz beginnt wild zu klopfen. „So ein großes Tier … aber ich schaffe das.“ Und dann passiert es. Pon Pon legt ihren Kopf sanft in Lottis kleine Hände. In diesem Moment hört Lotti Magolix’ Stimme ganz leise in ihrem Ohr: „Mut ist der Schlüssel.“
Plötzlich kommt es ihr so vor, als würden kleine goldene Sterne um sie und Pon Pon tanzen und diesen besonderen Augenblick für immer festhalten.
Überglücklich rennt sie zurück zu Mama und Papa und erzählt ihnen atemlos von ihrem Abenteuer. Sie sehen ihre Tochter an und können kaum glauben, wie sehr sie in den letzten Tagen gewachsen ist. Nicht nur ein bisschen größer. Sondern mutiger.
Am Abend, kurz bevor ihre Augen zufallen, flüstert Lotti noch verschlafen: „Ich möchte Pon Pon morgen unbedingt wiedersehen.“ Als das Zimmer still geworden ist, schleicht Papa Marco noch einmal hinunter zur Rezeption. „Wissen Sie“, sagt er leise zur Mitarbeiterin, „unsere kleine Lotti war noch nie so mutig wie hier. Irgendetwas ist in den letzten Tagen passiert. Etwas Magisches.“ Er lächelt stolz. „Ich glaube, sie ist über sich hinausgewachsen.“ Die Rezeptionistin lächelt geheimnisvoll. „Dann sollten wir ihr morgen vielleicht eine kleine Freude machen.“
Am nächsten Morgen wacht Lotti auf und entdeckt eine Überraschung: Eine Reitstunde mit Pon Pon. Sofort kribbelt es in ihrem Bauch.
„Schaffe ich das wirklich?“
„Bin ich mutig genug?“
Das dunkle Gefühl in ihrem Herzen wird kurz ein bisschen größer. Also läuft sie zuerst zur Rutsche neben den Trampolinen. Einmal tief durchatmen. „Eins … zwei … drei … RUUUTSCH!“
Und plötzlich wird das dunkle Gefühl heller. Mit jedem Schritt Richtung Reitstall beginnen die Sterne in ihrem Herzen wieder stärker zu leuchten. Als sie den Stall betritt, steht Pon Pon bereits da. Mit aufgestellten Ohren. Sanften Augen. Und einem fröhlichen Wiehern. Fast so, als hätte sie schon auf Lotti gewartet. Gemeinsam gehen sie den Weg hinauf. Lotti möchte Pon Pon ganz alleine führen. Mama bleibt sprachlos stehen. Denn die beiden wirken wie ein echtes Team. Als wären sie durch etwas Unsichtbares miteinander verbunden. Und während die Morgensonne den Reitstall in goldenes Licht taucht, spürt Lotti etwas, das viel größer ist als Angst.
Mut.
Verbundenheit.
Gelassenheit.
Achtsamkeit.
Und die wunderbare Begeisterung darüber, über sich selbst hinausgewachsen zu sein.
Ganz oben auf dem Hügel dreht sich Pon Pon noch einmal zu Lotti um. Und für einen winzigen Augenblick könnte man fast glauben, dass irgendwo hinter den Bäumen Zauberer Magolix steht, lächelt und zufrieden seinen glitzernden Bart zwirbelt.
Pssst!
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Hier seine Adresse:
An Hotel Familiamus
z.H. Zauberer Magolix
Kösslergasse 5
39037 Meransen
Italien